Pflegestärkungsgesetz

Ab dem 1. Januar 2015 gilt das 1. Pflegestärkungsgesetz. Die neuen Regelungen bringen Ihnen viele Vorteile, über die wir Sie hier kurz informieren wollen.

 

Übersicht über die neuen Beträge für Pflegesachleistungen und Pflegegeld

 

 

 

 

 

 

 

*Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

 

Kombinationsleistungen werden ebenfalls anteilig angehoben.

 

Außerdem erhält jeder, der eine Pflegestufe hat, einen zusätzlichen Betreuungsbetrag von bis zu 104 € im Monat. Für Demenzkranke mit einer erheblichen Einschränkung in der Alltagskompetenz steigt der Betrag von 200 auf 208 €. Diese Leistung verfällt, wenn sie nicht abgerufen wird, da eine Auszahlung wie beim Pflegegeld nicht möglich ist. Diese sogenannten Betreuungs- und Entlastungsleistungen gemäß § 45b Abs. 1a SGB XI beinhalten u. a. auch Unterstützung im Haushalt. Die Leistungen müssen von einem professionellen Anbieter, z. B. einem Pflegedienst erbracht werden und dieser rechnet dann die Leistungen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

 

Wenn Sie in unsere Tagespflege gehen oder überlegen, dies zu tun, haben Sie ab Januar 2015 eine deutliche finanzielle Unterstützung zu erwarten. Denn für den Besuch der Tagespflege steht Ihnen künftig ein eigener Betrag aus der Pflegeversicherung zur Verfügung. Dieser ist genauso hoch wie die Sachleistungsbeträge für die ambulante Pflege (Übersicht: Neue Beträge für Pflegesachleistungen und Pflegegeld). Ebenso wie bei den Betreuungs- und Entlastungsleistungen gilt: Der Betrag verfällt, wenn Sie nicht in eine Tagespflege ge-hen. Auch für Patienten mit der Pflegestufe 0 gilt die Neuregelung!

Ab dem 1. April 2015 wird die Tagespflege auch samstags geöffnet haben. Informieren Sie sich gerne schon jetzt bei Frau Wilken unter Tel. 04963/9179866.

 

Die Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege werden ausgebaut und können besser miteinander kombiniert werden, d. h., zugunsten der Verhinderungspflege können Sie bis zu 50 % des Jahresbetrags der Kurzzeitpflege über eine Dauer von bis zu 6 Wochen verwenden. Für die Verhinderungs- und Kurzzeitpflege stehen Ihnen jeweils 1.612 € zur Verfügung.

 

Wenn Sie Anpassungen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus vornehmen, die Ihnen und Ihren Angehörigen die Pflege zu Hause erleichtern, können Sie hierfür statt bisher 2.557 € nun bis zu 4.000 € pro Maßnahme von Ihrer Pflegekasse als Zuschuss erhalten. Für Pflegehilfsmittel erstattet Ihre Pflegekasse Ihnen künftig 40 € statt 31€.

 

Aufgrund von Berufstätigkeit fällt es Ihren Angehörigen oftmals schwer, Sie in Ihrer Situation zu unterstützen. Hier gibt es künftig Erleichterung. Denn der Gesetzgeber hat beschlossen, dass die Pflegeversicherung ab 2015 ein Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung für eine 10-tägige bezahlte Freistellung vom Beruf für die Pflege eines Angehörigen zahlt.

 

Haben Sie Fragen oder Ideen zu den neuen Leistungen? Sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne und besprechen gemeinsam mit Ihnen, wie Sie Ihre neuen Leistungen optimal nutzen können.

 

Pflegestufe

Pflegesachleistung

Pflegegeld

Pflegestufe 0 (mit Demenz*)

231,00 €

123,00 €

Pflegestufe I

468,00 €

244,00 €

Pflegestufe I (mit Demenz*)

689,00 €

316,00 €

Pflegestufe II

1.144,00 €

458,00 €

Pflegestufe II (mit Demenz*)

1.298,00 €

545,00 €

Pflegestufe III

1.612,00 €

728,00 €

Derzeit sind alle offenen Stellen bei uns besetzt.